Was ist eine Psychose
Eine Psychose ist eine tiefe existenzielle Krise, eine meist alle Lebensbereiche umfassende Verunsicherung.
Subjektiv ist nichts mehr, wie es war, auch wenn aus der Sicht von anderen gar nicht viel passiert ist.

Vorrangig können Stimmung, Lebensgefühl und Lebensenergie wesentlich verändert sein, dann spricht man von Affektpsychosen.
Oder es können vorrangig Wahrnehmung, Denken und Sprache betroffen sein. Das nennen Psychiater «Schizophrenie» (kognitive Psychose). Letztlich hängen Wahrnehmung und Stimmung (in beiden Richtungen) zusammen.
Und jede Psychose ist anders, — wie jeder Traum anders ist.

Gemeinsam wollen wir aus der subjektiven Erfahrung heraus über Fragen diskutieren wie:
  • Wie wird eine Psychose erlebt von Betroffnen, Angehörigen und psychiatrischen Profis.
  • Wie ist eine Psychose zu verstehen.( z.B. als «Traum im Wachzustand» oder als «Fächer, in dem alles zusammenkommt», Dorothea Buck).
  • Was braucht man in einer Psychose?

Geschichte des Psychose Seminars
1989 brachte Dorothea Buck (Autorenname: Sophie Zerchin / Umstellung der Buchstaben für «Schizophrenie») ihre eigene Psychoseerfahrung in eine Lehrveranstaltung an der Psychiatrischen Universitätsklinik Hamburg ein.
Ihr Psychose-Verständnis als Traum im Wachzustand verhalf ihr zu einer ganz neuen Lebensperspektive. Gemeinsam mit Thomas Bock (Psychologe) gründete sie 1990 das erste Psychoseseminar in Deutschland, dem innerhalb von 10 Jahren über 100 Seminare in Deutschland, über 10 Seminare in der Schweiz und weitere in Österreich folgten. Seit 1996 trifft sich eine Gruppe von bis 30 Personen in Zürich, um sich über das Phänomen «Psychose» im Trialog (Erfahrene, Angehörige, Profis) auszutauschen.